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Bildungswerkstatt
Die Bildungswerkstatt der Volkshochschule Herrenberg bietet eine vielseitige Vortragsreihe für alle, die sich mit gesellschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Themen der Gegenwart und Geschichte auseinandersetzen möchten. Sie eröffnet neue Blickwinkel, erleichtert das Verständnis komplexer Zusammenhänge und ermöglicht spannende Einblicke in unterschiedliche Fachbereiche.
In Vorträgen und gemeinsamen Diskussionen vermitteln erfahrene Dozierende fundiertes Wissen aus verschiedenen Disziplinen und schaffen Raum für Austausch und neue Denkanstöße. Das Programm umfasst Beiträge aus Physik, Geschichte, Technik, Philosophie, Archäologie und Astronomie. Themen wie künstliche Intelligenz, internationale Politik, kosmische Phänomene oder archäologische Entdeckungen verdeutlichen die Vielfalt der Reihe.
Die Bildungswerkstatt richtet sich an alle Interessierten, die Themen verständlich, tiefgehend und aus verschiedenen Perspektiven kennenlernen möchten. Die Veranstaltungen finden ab Herbst 2026 jeweils dienstags von 14:00 bis 17:30 Uhr statt.
Programm:
-22.09.2026: Physik: Kosmische Verschwörung - Prof. Dr. Martin Welsch
-06.10.2026: Geschichte: Die jüngere Geschichte zwischen den USA und China - Jan Schröder, M.A.
-20.10.2026: Technik: Zukunft verstehen: KI für Familie, Beruf und Alltag - Henry Göttler
-03.11.2026: Philosophie: Die Kultur der Moderne und Spätmoderne: Kennzeichen – Unterschiede – Probleme – Herbert Seidler-Dehn
-01.12.2026: Archäologie: Archäologie damals und heute – Lisa Rademacher, M.A.
-15.12.2026: Astronomie: Der kosmische Kreislauf & Polarlichter - Dr. Jean-Marie Will
Kosmische Verschwörung? Die irritierende Präzision der Naturgesetze
Die fundamentalen Naturkonstanten unseres Universums – etwa die Stärke der Grundkräfte, die Masse von Elementarteilchen oder die kosmologische Konstante – liegen alle in einem äußerst engen Bereich. Nur exakt genau da sind komplexe Materie, Sterne, Planeten und letztlich Leben möglich. Geringste Abweichungen erzeugen Universen ohne lebensnotwendige Strukturen. Das beschäftigt Physiker, Kosmologen und Philosophen gleichermaßen. In der Veranstaltung werden diese Phänomene vorgestellt und im Zusammenhang erklärt. Vorkenntnisse werden nicht erwartet und Fragen, bzw. Diskussion sind ausdrücklich erwünscht.
Die jüngere Geschichte zwischen den USA und China
Die USA und China stehen sich heute als große Rivalen auf der Weltbühne gegenüber. In dieser Veranstaltung wird der Frage nachgegangen, wie es dazu kommen konnte. Dabei wird die jüngere Geschichte beider Länder, die eng miteinander verflochten ist, nachgezeichnet. Daraus kann eine Prognose entwickelt werden, wie es im Verhältnis dieser beiden Länder, gerade auch auf Taiwan bezogen, weiter geht.
Zukunft verstehen: KI für Familie, Beruf und Alltag
Künstliche Intelligenz ist längst Teil unseres Alltags – in Suchmaschinen, Navigationssystemen, Smartphones oder bei der Texterstellung. Doch wie funktioniert KI eigentlich, welche Möglichkeiten bietet sie und wo liegen ihre Grenzen? In diesem allgemein verständlichen Vortrag erhalten Sie einen praxisnahen Einstieg in das Thema. Henry Göttler erläutert die wichtigsten Grundlagen, zeigt anschauliche Beispiele für den Einsatz von KI im Alltag und Beruf und beleuchtet Chancen, Risiken sowie Fragen des Datenschutzes und der Ethik. Der Vortrag richtet sich an alle Interessierten und setzt keine technischen Vorkenntnisse voraus. Im Anschluss besteht Gelegenheit für Fragen und Diskussion.
Die Kultur der Moderne und Spätmoderne: Kennzeichen - Unterschiede - Probleme
Es ist unbestreitbar: Unsere Gesellschaft hat sich in den letzten 5/6 Jahrzehnten grundlegend verändert. Im Seminar werden zentrale Veränderungen der Gesellschaft wie Identitätsaufbau, Individualisierung, Singularisierung, Beschleunigung, Klassenbildung und veränderte Sozialformen thematisiert. Stellt man unsere Zeit, die sogenannte Spätmoderne, der Moderne gegenüber, werden die Unterschiede besonders deutlich. Die tiefgehenden Gesellschaftsveränderungen sind vielfach und sehr präzise benannt worden. Autoren wie Ulrich Beck, Hartmut Rosa, Andreas Reckwitz und Byung-Chul Han haben hier grundlegende Gedanken dazu formuliert. Diese sollen im Seminar vorgestellt und diskutiert werden.
Archäologie damals und heute
In diesem Kurs dreht sich alles rund um das Thema Archäologie. Die Dozentin Lisa Rademacher, studierte Archäologin und Herausgeberin des 2016 erschienenen Buches „Archäologieführer Baden-Württemberg“, möchte in dem Kurs „Archäologie damals und heute“ interessierten Laien einen Einblick in die Forschungsgeschichte und Arbeitsmethodik der archäologischen Forschung geben. Der Kurs ist in zwei Blöcke gegliedert. Die erste Einheit stellt einen 1-1 ½ stündigen Vortrag rund um die Forschungsgeschichte und den Arbeitsalltag der Archäologie dar. Im zweiten Teil soll es auf archäologische Spurensuche gehen:
Teil 1:
Schliemann, Oppenheim, Carter & Co – und was Agatha Christie mit
Archäologie zu tun hat
In diesem ersten Block soll es erst einmal um die Forschungsgeschichte gehen. Ausgehend vom Ende des 19. Jahrhunderts, der Zeit der großen Entdecker wie Heinrich Schliemann oder Max Freiherr von Oppenheim, begeben wir uns ins beginnende 20. Jahrhundert, in dem Howard Carter das Grab des Tutanchamun entdeckte oder der Zahnarzt Heinrich Forschner erste Grabungen im Federseemoor in Bad Buchau vornahm. Wie verlief die archäologische Arbeit damals und was hat die englische Krimiautorin Agatha Christie mit alledem tun?
Wir streifen dabei auch das leider traurige Kapitel archäologische Forschung im Nationalsozialismus und fragen uns, warum diese für Hitler und seine Kumpane zum so erfolgreichen Werkzeug werden konnte?
Teil 2:
Indiana Jones – Mythos oder Wahrheit?
In diesem zweiten Teil schauen wir uns den archäologischen Alltag von 1950 bis heute an. Dabei möchte die Dozentin Einblicke in das Tun und Wirken dieses spannenden Berufszweiges erörtern. Wer sind wir und wo gehen wir hin? Um diese Frage zu beantworten, bewegen wir uns nun weniger quer durch die Zeiten als vielmehr im eigentlichen Dunstkreis dieser faszinierenden Wissenschaft und ihrer Methoden. Heinrich Schliemann und Indiana Jones sind wohl die prominentesten „Archäologen“. Aber wie sieht der Alltag des Archäologen tatsächlich aus? Was tut die Archäologie und warum ist sie heute in unserem gesellschaftlichen Alltag wichtiger denn je?
Der kosmische Kreislauf & Polarlichter
Teil 1: „Der Kosmische Kreislauf“
Anhand vieler eigener Bilder unternehmen wir eine Reise ins Weltall. Es werden einzelne Himmelsobjekte vorgestellt, so dass die Zuhörer eine Vorstellung erhalten, um welche Art von physikalischen Objekten es sich handelt und wie die Formen und Farben zustande kommen.
Dabei orientieren wir uns am kosmischen Kreislauf, also der Erzeugung der Elemente. Angefangen von der Entstehung des Weltalls, über Sternentstehung bis zum Ende der Sterne werden immer komplexere Elemente erzeugt.
Wir erfahren außerdem, was uns die Farben der Sterne sagen und warum es als Stern nicht gut ist, zu schwer zu sein. Ein Rätsel zum Thema „Wie wir Farben darstellen“ lädt zum Mitmachen ein.
Teil 2: „Polarlichter“
Polarlichter sind ein faszinierendes Spektakel der Natur und haben Menschen schon immer in ihren Bann gezogen. Sie beeindrucken durch ihre Farben, spektakuläre Veränderungen, sind mal langsam, mal schnell. Das vollkommen geräuschlose Naturphänomen in der Stille der Natur beschert allen Menschen, die je Polarlichter erleben durften, ein unvergessliches Erlebnis.
Viele Einzelfotos von Polarlichtern wurden zu einer Audio-Visions-Show zusammengestellt, die die Vielfalt und die schnellen Veränderungen der Polarlichter eindrucksvoll darstellen. Aktuelle Fotos aus Herrenberg sind ebenfalls enthalten.
Nebenher informiert der Vortrag über die Entstehung der Polarlichter und gibt Tipps für Fotografen.
Beide Vorträge eignen sich für jeden naturwissenschaftlich Interessierten, es sind keine besonderen Vorkenntnisse nötig.
Auf den Spuren des französischen Württemberg
Die ehemalige Grafschaft Mömpelgard (Montbéliard) zählt zu den spannendsten, zugleich aber am wenigsten wahrgenommenen Kapiteln der württembergischen Geschichte. Über vier Jahrhunderte gehörte dieses französischsprachige Territorium zum Herrschaftsbereich des Hauses Württemberg und bildete einen kulturellen, politischen und konfessionellen Grenz- und Brückenraum zwischen Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich. Hier begegnen sich zwei Welten, deren Wechselwirkungen bis heute kaum erforscht und noch seltener im Bewusstsein präsent sind. Montbéliard war Residenzstadt, reformatorisches Zentrum und ist Erinnerungsort bedeutender Persönlichkeiten. Renaissancearchitektur, protestantische Stadtkultur, höfische Repräsentation, ambitionierte Stadtplanungen und ländliche Siedlungsgründungen prägten eine Region, die heute nur wenige mit Württemberg in Verbindung bringen. Die dortige Hofkultur, das Zusammenspiel von Sprache, Religion und Politik sowie die engen dynastischen Verflechtungen mit Schwaben eröffnen überraschende Perspektiven auf die europäische Geschichte. Wer das deutsch-französische Württemberg entdecken möchte, begegnet hier einem ebenso unbekannten wie faszinierenden Kapitel europäischer Kulturgeschichte – verankert im heutigen Ostfrankreich und doch eng verbunden mit dem politischen und kulturellen Erbe Südwestdeutschlands. In Kooperation mit dem Schwäbischen Heimatbund.
Alle Details im Sonderprospekt, bitte anfordern!
Leipzig, Apolda und Naumburg: Feinste Kunstgeschichte, adventliche Orgelmusik und Weihnachtsmärkte
Allein der Marktplatz von Leipzig mit dem im Renaissancestil errichteten Alten Rathaus ist eine Reise wert und dies umso mehr im Advent, wenn er den Rahmen für den großen Weihnachtsmarkt bietet, dieser bis ins 15. Jahrhundert zurückreichenden Tradition. Der Schwerpunkt dieser Reise führt aber in die reichen Museen, Kirchen und Gedenkstätten der Stadt. Die heute dynamische Großstadt mit einer vielfältigen kulturellen Szene ist eine der ältesten Universitätsstädte des Landes, und als Zentrum für Handel, Musik und Buchdruck hat Leipzig in Deutschland Maßstäbe gesetzt und Geschichte geschrieben. In der Thomaskirche ist Johann Sebastian Bach begraben, und die Nikolaikirche war Treffpunkt der Montagsdemonstrationen, die 1989 den Sturz des DDR-Regimes herbeiführten. Das GRASSI Museum für Angewandte Kunst befindet sich in einem Art Deco- Gebäude aus den 1920er-Jahren. Es zählt zu den führenden Museen Deutschlands für Gestaltung und angewandte Kunst. Legendär ist die „Alte Baumwollspinnerei“. Sie besteht aus 20 historischen Einzelgebäuden, die entdeckt werden wollen. Im Museum der bildenden Künste erwarten uns 500 Jahre Kunstgeschichte. Fehlen darf auch das Panometer nicht; im historischen Gasometer befindet sich das größte 360-Grad-Panorama der Welt. Besuche in Apolda und Naumburg runden diese besondere Adventsreise ab! In Kooperation mit dem Schwäbischen Heimatbund.
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Wachau – Gärten, Wald und Wein
Diese sommerliche Gartenreise führt Sie in gleich mehrere reizvolle Regionen Österreichs: Im Waldviertel, im Weinviertel und in der Wachau wird inmitten schöner Landschaft die Gartenkultur so richtig gelebt. Hier besuchen wir verschiedenartigste Gärten: Ein Privatgarten am Fuß der Kalkalpen, dessen Besitzerin und Gartenbuchautorin gerne ihr Paradies und ihr Wissen teilt. Hier gibt es sonnige und schattige Beete, mehrere Pflanzensammlungen, insgesamt eine sehr kundige Gestaltung mit Pflanzen. Vielfältige Themengärten wie die Kittenberger Erlebnisgärten (https://www.kittenberger.at) und die Garten Tulln, erste ökologische Gartenschau Europas (https://diegartentulln.at). Prachtvolle Nutzgärten der Arche Noah mit seltenen Nutzpflanzen wie z.B. Erdmandel, Gemüsemalve und Dattelparadeiser sowie dem Thema samenechte Vermehrung. Eine Schifffahrt durch das Donaudurchbruchstal, die Besichtigung der tausendjährigen Weinstadt Krems sowie eine Weinverkostung runden das Programm ab. Voraussichtlich Frühsommer 2026, das genaue Datum und der Preis standen bei Redaktionsschluss noch nicht fest, Details zu Beginn des Wintersemesters.
Rajasthan mit Taj Mahal & Delhi
Im Land der Rajputen, jener streitbaren "Fürstensöhne", einst Hochburg eines fürstlichen Nordwest-Indiens, taucht man ein in eine mitreißend orientalische Welt im Umbruch. Neben modernen Metropolen, wie Delhi, Jaipur oder Agra, bestimmen auf dem Lande oder in historischen Altstädten oft noch Männer mit furchterregenden Schnurrbärten auf Kamelkarren oder überladenen Ochsengespannen und grellbunt in Saris gehüllte Frauen das lebendige Bild Rajasthans. Das Land, auf weite Strecken von der Wüste Thar und schönen Bergpanoramen geprägt, hat auf dieser kultur-geographischen Reise natürlich auch ihre naturgeographischen Aspekte. Und sie verbindet sich mit einem Besuch in Indiens Hauptstadt Delhi sowie Welterbestätten wie Amber, Jaisalmer und dem Taj Mahal, die auf intensive Verbindungen zu Mittelasien mit der Kultur des Mogulreichs verweisen. Die bei dieser Exkursion gewählte „Palast-Route“ bietet zudem einige authentische Unterkünfte in alten Palästen, Forts und Herrenhäusern, wo man als Gast, bei allem Komfort, in historischen Gemächern weilen darf. Die Sehenswürdigkeiten dieser Reise sind an Pracht und Schönheit kaum zu übertreffen, seien es die riesigen Paläste der Maharajas von Udaipur, Jodpur, Bikaner und Jaipur oder die Tempelanlagen aus unterschiedlichsten Zeiten und hinduistischen Strömungen. Auch die Residenzen und Herrenhäuser reicher Kaufleute, die unvorstellbaren Reichtum aus Seiden- und Gewürzhandel zogen, bringen uns zum Staunen....das bunte und turbulente indische Alltagsleben sowieso. Leistungen: Flugreise ab Stuttgart, 14 Ü/HP in Indien, Inlandsflug, komplettes Exkursionsprogramm mit allen Fahrten, Ausflügen, Besichtigungen, Führungen und Eintritten. Preis im DZ 3480 €, EZ +740 €. Begrenzt auf 18 Teilnehmende.
Alle Details im Sonderprospekt, bitte anfordern!
Geopuls-Exkursionsleitung: Kapil Walia, B.A.
Leipzig, Apolda und Naumburg: Feinste Kunstgeschichte, adventliche Orgelmusik und Weihnachtsmärkte
Allein der Marktplatz von Leipzig mit dem im Renaissancestil errichteten Alten Rathaus ist eine Reise wert und dies umso mehr im Advent, wenn er den Rahmen für den großen Weihnachtsmarkt bietet, dieser bis ins 15. Jahrhundert zurückreichenden Tradition. Der Schwerpunkt dieser Reise führt aber in die reichen Museen, Kirchen und Gedenkstätten der Stadt. Die heute dynamische Großstadt mit einer vielfältigen kulturellen Szene ist eine der ältesten Universitätsstädte des Landes, und als Zentrum für Handel, Musik und Buchdruck hat Leipzig in Deutschland Maßstäbe gesetzt und Geschichte geschrieben. In der Thomaskirche ist Johann Sebastian Bach begraben, und die Nikolaikirche war Treffpunkt der Montagsdemonstrationen, die 1989 den Sturz des DDR-Regimes herbeiführten. Das GRASSI Museum für Angewandte Kunst befindet sich in einem Art Deco- Gebäude aus den 1920er-Jahren. Es zählt zu den führenden Museen Deutschlands für Gestaltung und angewandte Kunst. Legendär ist die „Alte Baumwollspinnerei“. Sie besteht aus 20 historischen Einzelgebäuden, die entdeckt werden wollen. Im Museum der bildenden Künste erwarten uns 500 Jahre Kunstgeschichte. Fehlen darf auch das Panometer nicht; im historischen Gasometer befindet sich das größte 360-Grad-Panorama der Welt. Besuche in Apolda und Naumburg runden diese besondere Adventsreise ab! In Kooperation mit dem Schwäbischen Heimatbund.
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Taiwan: Eine chinesische Demokratie
Im Gegensatz zur VR China hat das demokratische Taiwan bereits früh eine enorme wirtschaftliche Entwicklung durchgemacht und gehört heute zu den Ländern mit dem höchsten Lebensstandard weltweit. Von den portugiesischen Kolonialherren zu recht Ilha Formosa (schöne Insel) genannt, lockt Taiwan mit einer einzigartigen subtropischen Natur. Bereits vor 10.000 Jahren besiedelten malaio-polynesische Ureinwohner, die zu einem großen Teil in traditionellen Dörfern leben, die Insel. Im Mittelalter folgten Stadtgründungen der Hakka- und Fujian-Chinesen. Erst am Ende des chinesischen Bürgerkriegs entstand die heutige Mehrheit aus chinesischen Einwanderern des 20. Jahrhunderts. Mit dem Beitritt der VR China trat Taiwan 1971 aus der UNO aus. Deswegen hat Taiwan bis heute keine Einträge in der UNESCO-Welterbeliste, obwohl das Land Unglaubliches zu bieten hat. Auch die Naturlandschaften, darunter die atemberaubende Tarokoschlucht, das Alishan-Gebirge und der Yangmingshan Nationalpark mit seinen Vulkanformen bieten einmalige Naturschauspiele. Die bedeutendste kunsthistorische Sammlung der gesamten chinesischen Welt, einst in der verbotenen Stadt in Peking beheimatet, befindet sich heute in Taiwan. Auf der Rundreise werden Sie deshalb nicht nur einmalige Naturräume erleben, sondern gleichermaßen eine chinesische Kultur, wie Sie heute in der VR China nicht vorhanden ist. Die Reise führt Sie von den Dörfern der Ureinwohner bis zu den modernen Metropolen, von chinesischen Tempeln vergangener Jahrhunderte bis hin zu den Wolkenkratzern der abwechslungsreichen Hauptstadt Taipei.
Leistungen: Flugreise ab Frankfurt, 11 Ü/HP, komplettes Exkursionsprogramm mit allen Fahrten, Ausflügen, Besichtigungen, Eintritten und Führungen, 3880 €, EZ +680 € (vorbehaltlich Flugpreiserhöhung). Begrenzt auf 16-17 Teilnehmende.
Alle Details im Sonderprospekt, bitte anfordern!
Geopuls-Exkursionsleitung: Dr. Weihsuan Lin (Taiwan) & PD Dr. Harald Borger
14. - 27.02.2027
Geopuls-Exkursionsleitung: Kapil Walia, B.A.
Albanien: Periferie vs.Tirana
In Albanien scheint es drei große Gegensätze zu geben: die Mittelmeerküste, die besonders in den Sommermonaten zum Magneten der Badetouristen geworden ist, die im Frühjahr jedoch erst aus dem Winterschlaf zu erwachen bzw. im Herbst in diesen wieder wegzuschlummern scheint - die sich rasend schnell entwickelnde Hauptstadt Tirana, die seit Jahrzehnten zu den am schnellsten wachsenden Städten der Welt gehört - und der ländliche Raum, wo besonders in den peripheren Gebieten die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Während die Einwohnerzahl des Großraums Tirana-Durrës in den vergangenen 25 Jahren um das Dreifache auf über 850.000 stieg, sank die Gesamtbevölkerung Albaniens im gleichen Zeitraum von 3,2 auf unter 2,4 Millionen Menschen. Aber nicht nur in den ländlichen Räumen, sondern auch in direkter Nachbarschaft zu Tirana, überrascht Albanien mit überwältigend schönen Landschaften, vom 1611 m hohen Dajti, der vom Stadtgebiet Tiranas mit einer Seilbahn erreicht werden kann, bis hin zum Tal der Vjosa, einem der letzten unverbauten Flüsse Europas, sind die Landschaften Albaniens auf kleinstem Raum so abwechslungsreich wie kaum irgendwo anders. Ab 2027 werden wir unsere Albanienreise neu gestalten und dabei zweimal länger in einem Ort bleiben, nämlich mit je 2 Übernachtungen in Skodra und in Tirana, um auch den jüngsten, äußerst spannenden Veränderungen Rechnung zu tragen. Leistungen: Flugreise ab Stuttgart oder Frankfurt, 9 Ü/HP im DZ, komplettes Exkursionsprogramm mit allen Fahrten, Ausflügen, Besichtigungen, Eintritten und Führungen, 2190 €, EZ +240 € (vorbehaltlich Flugpreiserhöhung). Begrenzt auf 16 Teilnehmende. Alle Details im Sonderprospekt, bitte anfordern!
Geopuls-Exkursionsleitung: Prof. Dr. Dhimitër Doka (Geograph)
19.04. - 28.04.2027
31.05. - 09.06.2027
13.09. - 22.09.2027
Albanien: Periferie vs.Tirana
In Albanien scheint es drei große Gegensätze zu geben: die Mittelmeerküste, die besonders in den Sommermonaten zum Magneten der Badetouristen geworden ist, im Frühjahr jedoch erst aus dem Winterschlaf zu erwachen bzw. im Herbst in diesen wieder wegzuschlummern scheint - die sich rasend schnell entwickelnde Hauptstadt Tirana, die seit Jahrzehnten zu den am schnellsten wachsenden Städten der Welt gehört - und der ländliche Raum, wo besonders in den peripheren Gebieten die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Während die Einwohnerzahl des Großraums Tirana-Durrës in den vergangenen 25 Jahren um das Dreifache auf über 850.00 stieg, sank die Gesamtbevölkerung Albaniens im gleichen Zeitraum von 3,2 auf unter 2,4 Millionen Menschen. Aber nicht nur in den ländlichen Räumen, sondern auch in direkter Nachbarschaft zu Tirana, überrascht Albanien mit überwältigend schönen Landschaften, vom 1611 m hohen Dajti, der vom Stadtgebiet Tiranas mit einer Seilbahn erreicht werden kann, bis hin zum Tal der Vjosa, einem der letzten unverbauten Flüsse Europas, sind die Landschaften Albaniens auf kleinstem Raum so abwechslungsreich wie kaum irgendwo anders. Ab 2027 werden wir unsere Albanienreise neu gestalten und dabei zwei Mal länger in einem Ort bleiben, nämlich mit je 2 Übernachtungen in Skodra und in Tirana, um auch den jüngsten, äußerst spannenden Veränderungen Rechnung zu tragen. Leistungen: Flugreise ab Stuttgart oder Frankfurt, 9 Ü/HP im DZ, komplettes Exkursionsprogramm mit allen Fahrten, Ausflügen, Besichtigungen, Eintritten und Führungen, 2190 €, EZ +240 € (vorbehaltlich Flugpreiserhöhung). Begrenzt auf 16 Teilnehmende.
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Geopuls-Exkursionsleitung: Prof. Dr. Dhimitër Doka (Geograph)
19.04. - 28.04.2027
31.05. - 09.06.2027
13.09. - 22.09.2027
Albanien: Periferie vs.Tirana
In Albanien scheint es drei große Gegensätze zu geben: die Mittelmeerküste, die besonders in den Sommermonaten zum Magneten der Badetouristen geworden ist, im Frühjahr jedoch erst aus dem Winterschlaf zu erwachen bzw. im Herbst in diesen wieder wegzuschlummern scheint - die sich rasend schnell entwickelnde Hauptstadt Tirana, die seit Jahrzehnten zu den am schnellsten wachsenden Städten der Welt gehört - und der ländliche Raum, wo besonders in den peripheren Gebieten die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Während die Einwohnerzahl des Großraums Tirana-Durrës in den vergangenen 25 Jahren um das Dreifache auf über 850.00 stieg, sank die Gesamtbevölkerung Albaniens im gleichen Zeitraum von 3,2 auf unter 2,4 Millionen Menschen. Aber nicht nur in den ländlichen Räumen, sondern auch in direkter Nachbarschaft zu Tirana, überrascht Albanien mit überwältigend schönen Landschaften, vom 1611 m hohen Dajti, der vom Stadtgebiet Tiranas mit einer Seilbahn erreicht werden kann, bis hin zum Tal der Vjosa, einem der letzten unverbauten Flüsse Europas, sind die Landschaften Albaniens auf kleinstem Raum so abwechslungsreich wie kaum irgendwo anders. Ab 2027 werden wir unsere Albanienreise neu gestalten und dabei zwei Mal länger in einem Ort bleiben, nämlich mit je 2 Übernachtungen in Skodra und in Tirana, um auch den jüngsten, äußerst spannenden Veränderungen Rechnung zu tragen. Leistungen: Flugreise ab Stuttgart oder Frankfurt, 9 Ü/HP im DZ, komplettes Exkursionsprogramm mit allen Fahrten, Ausflügen, Besichtigungen, Eintritten und Führungen, 2190 €, EZ +240 € (vorbehaltlich Flugpreiserhöhung). Begrenzt auf 16 Teilnehmende.
Alle Details im Sonderprospekt, bitte anfordern!
Geopuls-Exkursionsleitung: Prof. Dr. Dhimitër Doka (Geograph)
19.04. - 28.04.2027
31.05. - 09.06.2027
13.09. - 22.09.2027
Portugal: Weltkulturerbe & Landschaftsräume von der Algarve bis Porto
Wer die großartigen Kulturgüter und gleichzeitig auch die beeindruckende Natur- und Landschaftsvielfalt Portugals umfassend kennen lernen möchte, trifft mit dieser Exkursion eine gute Wahl. Lissabon, Sintra, Evora, Tomar, Porto, Guimaraes und Coimbra sind nur die prominentesten kulturellen Höhepunkte mit Welterbestatus, die auf dieser Rundreise unter Leitung der Landeskundlerin und gebürtigen Portugiesin Anabela Ferreira zu genießen sind. Nicht weniger intensiv erleben Sie einige der schönsten Naturlandschaften Portugals inklusive einiger kleiner, leicht zu bewältigender Wanderungen und Spaziergängen: die Küste der Algarve und des Atlantiks, die Flusslandschaften des Tejo und Douro (letzteres mit einer mehrstündigen herrlichen Schifffahrt im schönsten Flussabschnitt), die Estremadura sowie die Gebirgsländer der Serra de Estrella, des Nationalparks Serras de Aire und des Alentejo. Die Reisezeit im Frühjahr ist im klimatisch vom Atlantik beeinflussten Portugal, ideal und das Land zeigt sich von seiner allerschönsten Seite. Ein weiteres Plus der Reise ist die kleine Gruppe, von max. 16 Personen, die eine Unterbringung inmitten der historischen Altstädte möglich macht, so dass Sie das Flair der Ortschaften und Städte auch wirklich hautnah genießen können. Leistungen: Flugreise ab Stuttgart, 13 Ü/HP, komplettes Rundreiseprogramm mit allen Besichtigungen, Führungen und Eintritten, Douro
Alle Details im Sonderprospekt, bitte anfordern!
Geopuls-Exkursionsleitung: Anabela Ferreira
04. - 17.05.2027
NEAPEL & Umgebung
Der berühmte Satz: vedere Napoli e poi morire – Neapel sehen und dann sterben – ist keine Anspielung auf die Camorra, sondern geht auf das 17./18. Jahrhundert zurück. Damals galt Neapel als größte und schönste Metropole Europas. Wer Neapel gesehen hatte, konnte ruhig sterben, denn man hatte alles gesehen. Nicht umsonst zählt die Altstadt von Neapel zum Weltkulturerbe und ist in den letzten Jahren fantastisch herausgeputzt worden. Nicht weniger faszinierend ist aber auch das viel zu wenig beachtete nähere Umland Neapels. Wer mit auf diese Reise kommt, erlebt deshalb nicht nur die Stadt, sondern darüber hinaus ein herrliches, von vulkanischer Natur geprägtes Umland, wie die von Kratern übersäten Phlegräischen Felder im Westen der Stadt mit ihren kaum bekannten Kulturschätzen. Jeder, der diese Gegend besucht, fährt zu den vollkommen überlaufenen Orten Pompei oder nach Capri. Nur wenige verirren sich zum mindestens genauso sehenswerten Ort Herkulaneum oder zu den grandiosen Piscina Mirabilis bei Baia, Misenum, Pozzuoli. Wer war schon einmal in Cumä beim Orakel der Sybille oder auf dem wunderschönen Inselchen Procida? Daneben führen zwei einfache naturkundliche Wanderungen einmal zu den Hängen des Vesuvs und einmal auf den, erst im 16. Jh. entstandenen Vulkankegel des Monte Nuovo auf den Phlegräischen Feldern. Auch das riesige, Versailles nachempfundene Königsschloss in Caserta mit seinem monumentalen Park sowie das pittoreske mittelalterliche Caserta Vecchia und manches mehr wird es bei dieser ganz besonderen Reise zu erleben und zu genießen geben. Unterkunft nehmen wir in einem sehr schönen historischen Palazzo mit allem Komfort inmitten der Fußgängerzone der Altstadt von Neapel an der Via Toledo. Eine teure, aber schöne und fantastische Lage, um Neapels Altstadt auch einmal außerhalb des Programms richtig zu genießen. Leistungen: Flugreise ab Stuttgart, 7 Ü/HP, komplettes Exkursionsprogramm mit allen Fahrten, Schifffahrten, Ausflügen, Führungen und Eintritten. Preis im DZ 2360 €, EZ +460 €. Begrenzt auf 17-18 Teilnehmende.
Alle Details im Sonderprospekt, bitte anfordern!
Geopuls-Exkursionsleitung: Dipl.-Georgr. Annette Brünger
11. - 18.05.2027
Malta: Kleinstes Land der EU mit außergewöhnlicher Kultur und Landschaft
Mit nur 316 km² Fläche ist Malta das kleinste Land der EU, zählt aber weltweit zu jenen mit der längsten Geschichte. Dem Ballungsraum um die Hauptstadt Valletta (UNESCO-Welterbe) mit fast 400.000 Einwohnern stehen kleine Ortschaften mit alten Stadtkernen in einer mediterranen Landschaft gegenüber. Von der Jungsteinzeit zeugen bis heute monumentale Megalithtempel, von denen 6 ebenfalls UNESCO-Welterbe sind. Von der Antike bis ins Mittelalter wurde die Kultur von mediterranen Großreichen (Karthago, Rom, Byzanz und Arabien) geprägt. Aus dieser Zeit stammen die antiken Katakomben, die ehemalige Hauptstadt Mdina sowie Victoria. Die Sprache, das Malti, entstand seit 870 aus einem arabischen Dialekt und ist damit die einzige semitische Sprache, für die das lateinische Alphabet verwendet wird. Eigenständig wurde Malta ab 1530 unter dem Malteserorden, der 1798 durch Napoleon von Malta vertrieben wurde. Nach 150 Jahren britischer Besatzung erhielt Malta erst 1964 wieder seine Unabhängigkeit. Englisch ist bis heute zweite Amtssprache. 2004 trat Malta der EU bei und führte 2008 den Euro ein. Zu den bewohnten Inseln zählen Malta (246 km²), Gozo (67 km²) sowie die kleine Insel Comino (2,7 km²). Die Kalke des Tertiärs sind mit 60 Mio. Jahren die ältesten Gesteine Maltas, das erst vor ca. 5 Mio. Jahren über den Meersspiegel gehoben wurde. Ost- und Nordostseite der Insel Malta besitzen flache Strände, während sich im Westen bis über 250 m hohe Steilküsten erheben. Das Landesinnere wird von weiten Karstlandschaften geprägt. Das mediterrane Klima und die Kalkgesteine sind Ursache für das Fehlen von Bächen. Malta wird, nach Wassermenge pro Einwohner, als das wasserärmste Land der Welt bezeichnet. Leistungen: Flugreise ab Frankfurt, 7 Ü/HP, komplettes Exkursionspro-gramm mit allen Fahrten, Ausflügen, Besichtigungen, Eintritten und Führungen, zusätzlich lizenzierte deutschsprachige Reiseleitung aus Malta, 2260 €, EZ +340 € (vorbehaltlich Flugpreiserhöhung und Saisonzuschlag). Begrenzt auf 18 Teilnehmende. Alle Details im Sonderprospekt, bitte anfordern!
Geopuls-Exkursionsleitung: Dr. Joachim Graf
Vietnam: Vom Roten Fluss bis zum Mekong
Einst geschunden durch einen langen verheerenden Krieg erinnert heute in Vietnam nur noch wenig an diese Zeit. Vielmehr erstaunt das Land den interessierten Reisenden durch sein rasantes Wirtschaftswachstum und zählt inzwischen zu den sichersten Ländern Asiens. Mit über 3.400 km Küstenlänge erstreckt sich Vietnam als schmaler Streifen entlang des Südchinesischen Meeres. Zwischen den wesentlichen Kernräumen, dem Mekong-Delta mit Ho Chi Minh Stadt (Saigon) im Süden, Annam mit Hue und Da Nang im Zentrum sowie dem Tiefland des Roten Flusses mit Hanoi im Norden wird das Land von markanten Gebirgslandschaften geprägt. Mit einer phantastischen Natur und kulturell so unterschiedlichen wie spannenden Regionen bietet Vietnam eine außerordentliche Vielfalt. Die Exkursion umfasst deshalb – neben den genannten Zentren sowie der Delta-Landschaft des Mekong mit seinen zahlreichen Wasserläufen und der Halong-Bucht mit ihren atemberaubenden Karstlandschaften im Delta des Roten Flusses – unter anderem auch kleine Dörfer im Mekong-Delta und im nördlichen Hochgebirge an der Grenze zu China. In diesen Rückzugsgebieten treffen wir auf zahlreiche ethnische Minderheiten, von den Mon und Khmer im Süden bis zu den Hmong, Dao und Tai-Völkern im Norden. Die Kaiserstadt Hue, Altstadt von Hoi An und die Tempelstadt My Son findet man dabei ebenso auf der UNESCO-Welterbeliste wie die Zitadelle von Hanoi und die Halong-Bucht. Leistungen: Flugreise von Frankfurt nach Saigon und von Hanoi nach Frankfurt, 13 Ü/HP in 4*-Hotels, komplettes Exkursionsprogramm mit 2 Inlandsflügen, mehreren Bootsfahrten einschl. Dschunkenfahrt inkl. Übernachtung in der Bucht von Halong, mit allen Fahrten, Ausflügen, Besichtigungen, Führungen und Eintritten. Reisepreis im DZ 3620 €, EZ-Zuschlag 620 € (vorbehaltlich Flugpreiserhöhung und Wechselkursschwankungen). Begrenzt auf 16Teilnehmende. Alle Details im Sonderprospekt, bitte anfordern!
Geopuls- Exkursionsleitung: PD Dr. Harald Borger
Totaler Umbruch - Stasi, Neonazi, Neuanfang
Es gibt Umbrüche, die allumfassend sind, die etwas mit uns machen. Unsere Gesprächsgäste haben solche Umbrüche erlebt. Für Nadja Klier, Tochter einer DDR-Bürgerrechtlerin, war die Überwachung durch die Stasi Alltag. Ihre plötzliche Ausbürgerung 1988 aus der DDR erlebte die Jugendliche als Schock und existentiellen Umbruch. Ingo Hasselbach geriet schon früh in Konflikt mit dem DDR-Regime. Zunächst war er Punk, radikalisierte sich dann im Gefängnis und wurde Anfang der 1990er-Jahre zu einem der führenden Neonazis Ostdeutschlands. Er schaffte den gefährlichen Ausstieg aus der Szene und gründete ein Aussteigernetzwerk. Das Gespräch mit den Gästen bleibt nicht in der Vergangenheit stehen: Aufklärung über die Diktatur in der DDR und die erlebten Umbruchserfahrungen sind heute wichtiger denn je. Und auch Rechtsextremismusprävention bleibt ein zentrales Thema.
Gesprächsgast 1: Nadja Klier
Nadja Klier wurde 1973 in Dresden geboren. Sie ist Tochter der DDR-Bürgerrechtlerin Freya Klier. 1988 wurde sie mit ihrer Familie nach jahrelanger Überwachung aus politischen Gründen aus der DDR ausgewiesen. Über Nacht veränderte sich für die Jugendliche alles. Nadja Klier arbeitet seit vielen Jahren als Fotografin, Autorin und Filmemacherin. 2021 rief sie die „DDR-Box“ ins Leben. Das Portal zielt darauf ab, die Geschichte der DDR möglichst authentisch für Jugendliche darzustellen.
Gesprächsgast 2: Ingo Hasselbach
Ingo Hasselbach wuchs in einem privilegierten DDR-Elternhaus auf. Sein Vater arbeitete als Redakteur beim Rundfunk der DDR und war 1964 aus der Bundesrepublik in die DDR übersiedelt, seine Mutter war Journalistin bei der Nachrichtenagentur ADN. Seine Kindheit verbrachte er im Prenzlauer Berg, ab 1971 lebte die Familie gegenüber des Stasi-Komplexes in Berlin Lichtenberg. Hasselbach erlebte als Jugendlicher staatliche Repression, insbesondere aufgrund seiner Zugehörigkeit zur Punk-Szene. Schule und Jugendzeit waren von Ausgrenzung, Bestrafung, der Unterbringung in einem Kinderheim und der Einweisung in einen Jugendwerkhof geprägt. Zwischen 1986 und 1989 folgten mehrere Gefängnisaufenthalte, während derer er sich radikalisierte. Anfang der 1990er-Jahre entwickelte sich Hasselbach zu einer führenden Figur der Neonazi-Szene in Berlin. Sein Ausstieg aus der rechtsextremistischen Szene im Jahr 1993 war mit erheblichen persönlichen Risiken verbunden.
Moderation: Korbinian Frenzel
Von Seiten des Bundesarbeitskreises wird folgende Person die Veranstaltungen begleiten: Dr. Ramona Lorenzen (vhs-Landesverband Niedersachsen).
Eure Einheit, unsere Einheit - An wen erinnern wir?
Wenn wir über die Einheit Deutschlands sprechen, meinen wir oft die Erfahrungen der „Mehrheitsgesellschaft“. Doch wie erlebten Menschen mit Migrationsgeschichte die Umbrüche seit 1989/90? Ihre Geschichten erzählen nicht nur von Freude und Erleichterung, sondern auch von Unsicherheit, Ausgrenzung und Rassismus. Es ist höchste Zeit, sich diesen Leerstellen in unserer Erinnerungskultur zu widmen - seien Sie Teil davon!
Gesprächsgast 1: Paulino José Miguel
Paulino José Miguel kam 1982 mit 11 Jahren allein aus Mosambik in die DDR, um dort seine schulische und später auch berufliche Ausbildung fortzusetzen. Grundlage hierfür war ein Staatsvertrag zwischen Mosambik und der DDR, der 900 Jugendlichen zwischen 12 und 14 Jahren ermöglichte, in Deutschland einen Schulabschluss zu machen. Seit 2008 leitet Herr Miguel beim Stuttgarter Forum der Kulturen das „Kompetenzzentrum Migration Entwicklung Partizipation“. Außerdem ist er Repräsentant der migrantischen Organisationen im Rat für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Baden-Württemberg. Für sein Engagement als Brückenbauer in der Arbeit für die Rechte von Migrantinnen und Migranten, den interkulturellen Dialog und die Entwicklungszusammenarbeit wurde Paulino Miguel 2025 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Gesprächsgast 2: Cahit Başar
Cahit Başar wurde 1966 in Duisburg geboren. Seine kurdischen Eltern waren einige Jahre zuvor aus der Türkei in die Bundesrepublik gekommen. Er gehörte zu den ersten Kindern mit kurdischem Migrationshintergrund, die in Deutschland geboren wurden. Heute arbeitet Cahit Başar als Geschichts- und Politiklehrer. Er war Gründungsmitglied und langjähriger Sprecher des Netzwerks der Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte in NRW. Cahit Başar ist der aktuelle Generalsekretär der Kurdischen Gemeinde Deutschland und Mitglied im „Fachbeirat Gesellschaftliche Aufarbeitung/Opfer und Gedenken” der Bundesstiftung Aufarbeitung.
Moderation: Nhi Le
Nhi Le ist Journalistin, Moderatorin und Autorin. Ihre Schwerpunkte sind digitale Medienkultur, die Schnittstellen zwischen Pop und Politik und die Einwanderungsgesellschaft Ostdeutschland mit Fokus auf die vietnamesische Diaspora. Aktuell arbeitet sie vor allem für den Norddeutschen Rundfunk und für andere öffentlich-rechtliche Medien. Die ZEIT zählt sie zu den 100 wichtigsten jungen Ostdeutschen. 2021 wurde sie vom Medium Magazin zu den Top 30 bis 30 Journalist*innen des Landes gewählt. Ihre Arbeit wurde mit dem Alternativen Medienpreis ausgezeichnet.
Von Seiten des Bundesarbeitskreises wird folgende Person die Veranstaltungen begleiten: Maria Balbach (vhs-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern).
Jungsein in Demokratie & Diktatur
Was unterscheidet das Aufwachsen in einer Diktatur von dem in einer Demokratie? Was passierte, wenn Jugendliche in der DDR mit dem System in Konflikt gerieten? Gemeinsam gehen wir der Frage nach, was junge Menschen damals geprägt hat und was sie heute beschäftigt, wo Erfahrungen vergleichbar und wo Unterschiede entscheidend sind. Die Veranstaltung lädt dazu ein, Generationen ins Gespräch zu bringen und über das Leben von jungen Menschen in Umbruchszeiten nachzudenken.
Gesprächsgast 1: Lisa Trebs
Lisa Trebs ist Mitgründerin der Initiative k_einheit und Teil der ostdeutschen Generation Z. Sie setzt sich dafür ein, dass junge Menschen aus Ostdeutschland und ihre Perspektiven in gesellschaftlichen Debatten gehört werden. Mit k_einheit entwickelt sie Projekte, Workshops sowie Dialog- und Ausstellungsformate, die sich mit dem Erleben von Einheit, dem Erbe der Wiedervereinigung und der Zukunft Ostdeutschlands auseinandersetzen. Lisa arbeitet hauptberuflich in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und bringt diese globale Perspektive in ihr zivilgesellschaftliches Engagement ein.
Gesprächsgast 2: Tim Eisenlohr
Tim Eisenlohr wurde 1973 in Ost-Berlin geboren. In der DDR engagierte er sich schon als Jugendlicher politisch in der oppositionellen Umweltbibliothek. In der Nacht vom 24. zum 25. November 1987 wurde der 14-jährige Tim zusammen mit anderen Mitarbeitern der Umweltbibliothek verhaftet. Er reiste im Sommer 1989 mit seiner Familie nach West-Berlin aus und ging dort weiter zur Schule. In der Bundesrepublik setzte er sein Engagement unter anderem bei „amnesty international“ fort. Heute ist Tim Eisenlohr als Politischer Bildner aktiv und setzt sich für Menschen in Not ein – beispielsweise beim Kältebus der Kältehilfe des DRK.
Moderation: Miriam Menzel
Miriam Menzel moderiert Veranstaltungen und Diskussionsformate mit Bezug zu ihren Arbeitsschwerpunkten: historisch-politische Bildung und Erinnerungskultur in der digitalen Gesellschaft. Sie hat zuletzt für die EKD, die Gesellschaft für eine gute Zukunft, die Alfred Landecker Foundation und die Kooperative Berlin gearbeitet. Zu den von ihr konzipierten und geleiteten Projekten, die sich mit dem Jung-Sein in der DDR beschäftigen, gehört u. a. die Podcast-Reihe „Young and Free".
Von Seiten des Bundesarbeitskreises wird folgende Person die Veranstaltungen begleiten:
Dr. Ramona Lorenzen (vhs-Landesverband Niedersachsen).
Das Goldene Zeitalter der Piraten 1650 - 1730
Am 21. Juni 1720 fährt der Pirat Bartholomew Roberts mit seiner kleinen Schaluppe in den großen Hafen von Trepassey und erbeutet 22 Handelsschiffe und 150 Fischerboote ohne Widerstand. Warum gab es keine Gegenwehr? Solch ein Handeln wäre heute undenkbar. Diese Episode ist nur eine von vielen in dieser Veranstaltung, die Licht in das Dunkle dieser mystischen Epoche bringen wird und diese in einem größeren Kontext verortet.
STONEHENGE. Uralte Geheimnisse, neue Entdeckungen
Eines der mysteriösesten und bekanntesten Bauwerke der frühen Menschheitsgeschichte ist das Megalith-Bauwerk Stonehenge in England.
Vom 18. September 2026 bis zum 29. August 2027 präsentiert die Archäologische Staatssammlung mit der Ausstellung „STONEHENGE. Uralte Geheimnisse, neue Entdeckungen“ moderne Forschungserkenntnisse zum weltberühmten Steinkreis!
Kurator Dr. Heiner Schwarzberg führt Sie virtuell durch die Sonderschau mit vielen originalen Funden.
Gemeinsam entdecken Sie die Entwicklung der Anlage und die Menschen dahinter, die diese vor über 5000 Jahren geschaffen und genutzt haben.
Heiner Schwarzberg ist ein deutscher Prähistorischer Archäologe. Er leitet die Abteilung Vorgeschichte an der Archäologischen Staatssammlung in München.
In Kooperation mit der Archäologischen Staatssammlung und der Staatlichen Museumsagentur Bayern.
Die jüngere Geschichte des Iran
US-amerikanische und israelische Streitkräfte griffen am 28. Februar den Iran an. Dies ist nur ein Kapitel in der konflikthaltigen Geschichte dieses Landes. Diese wird in diesem Vortrag nachvollzogen, um daraus folgend Rückschlüsse auf die weitere Zukunft dieses Landes und zukünftige Konflikte ziehen zu können.
Die Abschottung der Welt: Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen. 1933-1945
In Deutschland drangsaliert und verfolgt, versuchten viele Juden verzweifelt, sich ins Ausland zu retten.
Doch potenzielle Zufluchtsstaaten schlossen ihre Grenzen und schotteten sich mit jeder weiteren deutschen Expansion stärker ab. Der Völkerbund und die US-Regierung bemühten sich erfolglos, die Flüchtlingspolitik zu koordinieren: Auf der Konferenz im französischen Évian berieten im Juli 1938 Staaten und Hilfsorganisationen über die Aufnahme von Flüchtlingen - ohne Ergebnis. Die Nazis höhnten, niemand wolle die Juden haben.
Weil Flüchtlingen eine reguläre Einreise verwehrt blieb, bestiegen sie seeuntüchtige Boote, bezahlten Fluchthelfer und gingen illegale Wege, um sich in Sicherheit zu bringen.
Susanne Heim ist Historikerin und Politikwissenschaftlerin.
Sie war Projektleiterin der wissenschaftlichen Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933 bis 1945", Gastprofessorin in Wien und hat an einschlägigen Institutionen und Archiven in Jerusalem, Washington, Cincinnati und New York geforscht.
Versunkene Welten: Ruinenstädte in der Antike von Troja bis Pompeji
Heutzutage spazieren Millionen von Besuchern durch antike Ruinenstädte.
Voll Bewunderung studieren wir die verfallenen Gebäude und Monumente und stellen uns vor, wie der Alltag der Menschen damals ausgesehen haben mag. Nostalgie und romantische Wehmut angesichts des Untergangs der alten Kulturen sind jedoch moderne Phänomene. Im Altertum ging man mit den zahlreichen zerstörten Städten, die schon damals im Mittelmeerraum allgegenwärtig waren, wesentlich pragmatischer um: Ruinen hatten nichts Positives an sich, sie wurden entweder beseitigt oder schlichtweg ignoriert. Martin Zimmermann zeigt in diesem Vortrag, wie die Menschen in der Antike selbst auf bedeutende Stätten wie Troja, Mykene, Ninive und Pompeji geblickt haben. Er lehrt Alte Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Gerda Henkel Stiftung statt.
Konrad Adenauer. Kanzler nach der Katastrophe
Unter den Kanzlern der Bundesrepublik Deutschland ragt Konrad Adenauer heraus.
Er ist es, der nach NS-Diktatur, Zweitem Weltkrieg und Holocaust 1949 die erste Bundesregierung bilden kann und die von außen gestiftete Demokratie im Westen verankert.
Damit legt er die Fundamente einer Erfolgsgeschichte, die den Westdeutschen auf Jahrzehnte hinaus Wohlstand und Frieden beschert.
Aber Adenauer ist es auch, der die deutsche Teilung in Kauf nimmt und Millionen seiner Landsleute ein Beschweigen ihrer Vergangenheit ermöglicht.
Der renommierte Zeithistoriker Norbert Frei nimmt den 150. Geburtstag des Gründungskanzlers zum Anlass für ein unbestechliches Portrait des Mannes, der die deutsche Geschichte nach 1945 geprägt hat wie niemand sonst.
Prof. Dr. Norbert Frei lehrte Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Davor forschte er u.a. an dem Institut für Zeitgeschichte, an der Harvard University, in Princeton, in Jerusalem und am Wissenschaftskolleg zu Berlin.
Gegen meinen Willen. Mit KI
Künstliche Intelligenz eröffnet neue Möglichkeiten – fördert aber auch neue Formen von Ge
walt. Mit KI lassen sich in wenigen Klicks täuschend echte Bilder, Videos oder Audiodateien
erstellen, die Menschen Dinge sagen oder tun lassen, die nie passiert sind. Schätzungen zu
folge sind über 90% dieser Deepfakes pornografisch; die meisten von ihnen betreffen Frauen:
Sie werden durch manipulierte Inhalte sexualisiert, diffamiert, eingeschüchtert und öffentlich
bloßgestellt. Das passiert nicht nur prominenten Frauen, sondern häufig kommen die
Täter:innen aus dem Nahbereich: Es kann also alle treffen.
Im Web-Talk spricht Maria Pawelec, Expertin für digitale Ethik, über aktuelle Entwicklungen
rund um Deepfakes und digitale Gewalt gegen Frauen. Gemeinsam beleuchten wir die Her
ausforderungen für Betroffene, die rechtliche Lage sowie Handlungsmöglichkeiten für Politik,
Plattformen und Zivilgesellschaft.
Eine Kooperation der Landeszentrale für politische Bildung, der Volkshochschule Stuttgart, der VHS Herrenberg und des Gleichstellungsbüros der Stadt Herrenberg.
Technik und Gesellschaft: Wie Bürgerbeteiligung Konflikte lösen kann
Politikverdrossenheit, St.-Florian-Prinzip, Besitzstandswahrung und Anspruchsmentalität – diese Schlagworte kennzeichnen die aktuelle Situation hinsichtlich der Akzeptanz neuer Technologien, Infrastrukturvorhaben oder öffentlicher Planungen. Proteste gegen Technologien und technische Einrichtungen sind durch vielfältige Faktoren begründet. Wie lassen sich diese Konflikte und ihre Ursachen beschreiben? Wie lassen sie sich lösen? Und wie kann die Demokratie in diesen Bereichen gestärkt und bürgernah gestaltet werden? Ortwin Renn beschreibt auf der Basis empirischer Daten (insbesondere des TechnikRadars) die grundlegenden Einstellungen der Deutschen zu Technik und wie sich diese wandeln. Welche Technologien werden begrüßt, welche eher mit Skepsis betrachtet? Und was sind die zentralen Anliegen der Bürgerinnen und Bürger?
Im Vortrag wird zudem erörtert, wie man konstruktiv mit Technikkonflikten umgehen kann und wie Interessen, Präferenzen und Werte in die politische Entscheidungsfindung einbezogen werden können. Ortwin Renn zeigt auf, dass Bürgerbeteiligung die Handlungsspielräume der Politik nicht einengt, sondern vielmehr neue Denk- und Möglichkeitsräume schafft.
Ortwin Renn war von 2016 bis 2022 Wissenschaftlicher Direktor am Institut für Transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS), das seit dem 1. Januar 2023 als Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit – Helmholtz-Zentrum Potsdam geführt wird. Bis zu seiner Pensionierung war er darüber hinaus als ordentlicher Professor für Umwelt- und Techniksoziologie an der Universität Stuttgart tätig. Er war zudem als Gastprofessor an der Beijing Normal University (China) und an der Universität Stavanger (Norwegen) tätig. Des Weiteren ist er Co-Leiter des gemeinnützigen Forschungsinstituts Dialogik gGmbH, welches innovative Formen der Wissenschaftskommunikation und Partizipation erforscht und umsetzt.
Ortwin Renn ist unter anderem Präsidiumsmitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) sowie Mitglied der World Academy of Arts and Sciences, der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW). Er ist Mitglied zahlreicher Kommissionen und Gremien zur Politikberatung. Er wurde mit vielen Auszeichnungen geehrt, darunter mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse, Ehrendoktoren der ETH Zürich und der Mid Sweden University sowie einer Ehrenprofessur der Technischen Universität München. Zu den Publikationen von Ortwin Renn gehören über 30 Monografien und editierte Sammelbände sowie mehr als 250 wissenschaftliche Artikel.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt.
Trump und die MAGA-Bewegung
"Gibt es einen Trumpismus ohne Trump?
Wie wird sich die MAGA-Bewegung angesichts der immer eklatanter werdenden Führungsschwäche des alternden Präsidenten weiterentwickeln?
Wie sieht es in der MAGA-Bewegung intern aus?
Der Vortrag zeichnet ein Innenbild der rivalisierenden Strömungen der trumpistischen Szene in den USA im Umfeld der anstehenden Zwischenwahlen und analysiert die Stärkeverhältnisse innerhalb der rechten Szene in den USA."
Michael Hochgeschwender lehrt Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Not am Mann. Die Erfindung toxischer Männlichkeit
Was passiert, wenn eine Gesellschaft aufhört, Männern Geschichten zu erzählen, in denen sie sich wiederfinden können?
In diesem Vortrag analysiert Eva Ladipo, wie Popkultur, Politik und Medien ein Vakuum hinterlassen haben, das rechte Influencer, toxische Männerforen und autoritäre Rollenvorbilder wie Trump oder Musk füllen.
Zwischen Kinoleinwand und Kommentarspalten, zwischen #MeToo und der AfD wird deutlich: Wer über Männlichkeit nicht spricht, überlässt das Feld denen, die sie am liebsten in Machtfantasien und Frauenhass konservieren möchten.
Eva Ladipo studierte Politische Wissenschaften in Cambridge und promovierte über das russische Steuersystem.
Die Journalistin arbeitete als Redakteurin, Ressortleiterin und Korrespondentin bei der FAZ, der Financial Times Deutschland, Vanity Fair, Financial Times und Die Welt.
Sie hat in Russland, Kolumbien und in den USA gearbeitet, bevor sie in Großbritannien gelandet ist. Bei Reclam ist 2026 das Buch „Not am Mann“ erschienen.
Die Frage von Krieg und Frieden im Völkerrecht
Im ersten Teil wird die Grundnorm der seit 1945 geltenden Völkerrechtsordnung, das Verbot der Anwendung militärischer Gewalt in den internationalen Beziehungen, vor ihrem historischen Hintergrund und in ihrem heute maßgeblichen systematischen Zusammenhang entfaltet.
Im zweiten Teil werden die aktuellen politischen Herausforderungen des Völkerrechts der Friedenssicherung und dessen denkbare Zukunftsperspektiven in den Blick genommen.
Im Anschluss besteht die Gelegenheit zur Diskussion.
Claus Kreß ist Professor für Strafrecht und Völkerrecht an der Universität zu Köln.
2019 wurde er zum Richter ad hoc am Internationalen Gerichtshof in Den Haag ernannt.
Seit 2021 ist er Sonderberater des Anklägers des Internationalen Strafgerichtshofs zum Verbrechen der Aggression.
Er ist Mitglied der Leopoldina und Life Member des Clare Hall College der Universität Cambridge.
Das Berliner Testament: Stets das Mittel der Wahl?
Die meisten Ehepartner, die überhaupt ein Testament errichten, errichten ein gemeinschaftliches Testament. Besonders beliebt ist das sog. Berliner Testament, in dem sich beide Ehepartner wechselseitig zu Alleinerben einsetzen und Ihre Kinder zu Schlusserben des längerlebenden Ehegatten. Allerdings sind die damit verbundenen erbrechtlichen und erbschaftssteuerlichen Nachteile kaum bekannt. Im Kurs wird erläutert, welche Nachteile bestehen können und zeigt mögliche zusätzliche Regelungen zur Optimierung sowie Alternativen auf.
Es gibt noch freie Plätze: Kurzentschlossene können an der Abendkasse bar bezahlen.
Richtig versorgt mit Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung
Unfall oder Erkrankung können jeden von uns jederzeit treffen. Beim Vortrag wird erklärt, wie Sie hierfür am besten vorsorgen und es werden die Auswirkungen der Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrecht zum 01.01.2023 erläutert.
Ehegattentestamente
Die meisten Ehepartner, die überhaupt ein Testament errichten, errichten ein gemeinschaftliches Testament. Besonders beliebt ist das sog. Berliner Testament, in dem sich beide Ehepartner wechselseitig zu Alleinerben einsetzen und ihre Kinder zu Schlusserben des längerlebenden Ehegatten. Allerdings sind die damit verbundenen erbrechtlichen und erbschaftsteuerlichen Nachteile kaum bekannt. Im Kurs wird erläutert, was bei der Abfassung von Ehegattentestamenten zu beachten ist, welche Möglichkeiten bestehen und welche Gefahren lauern. Angesprochen sind alle, die sich über Gestaltungsmöglichkeiten durch Ehegattentestamente näher informieren wollen.
Das Ehescheidungsverfahren: Voraussetzungen, Ablauf, Kosten
Wenn im Zuge einer Trennung die Scheidung im Raume steht, schrecken manche aufgrund fehlerhafter Vorstellungen vor der Einleitung eines Scheidungsverfahrens zurück. Andere Betroffene fragen sich, worauf sie im Ehescheidungsverfahren achten müssen, welche Ansprüche sie durchsetzen können und welche Fallstricke drohen. Der Vortrag erläutert anhand von Praxisbeispielen Voraussetzungen, Ablauf und Kosten des Scheidungsverfahrens.
Familienvermögen erhalten - Vorweggenommene Erbfolge und Nachfolgeplanung
Es ist der Wunsch vieler, erschaffenes Familienvermögen für die nächste oder übernächste Generation zu erhalten und zu schützen. Der Vortrag zeigt auf, wie man Vermögen bereits zu Lebzeiten übertragen könnte und wie man die Nachfolgeplanung z.B. durch Testament gestalten kann.
Hilfe zur Selbsthilfe bei elektrischen Geräten
Zielgruppe: Personen ohne oder mit geringen Kenntnissen der Elektrotechnik
"Do it yourself" gerät an Grenzen, sobald es den Strom aus der Steckdose betrifft. Man erinnert sich an die quälenden Physikstunden in der Schule: Ohmsches Gesetz, Ampere, Volt, Watt - richtig verstanden wurde das damals nicht. Und gefährlich ist das auch noch. Und warum hat ein Kabel drei und ein anderes nur zwei Adern? Der Kurs soll mit den Basics der Elektrotechnik vertraut machen. Nach einer theoretischen Einführung üben wir mit einfachen Messgeräten und Werkzeugen, die es in jedem Baumarkt gibt, und lernen die wichtigsten Handgriffe. Und vorher befassen wir uns mit den fünf Sicherheitsregeln der Elektrotechnik!
Je nach Teilnehmerzahl arbeiten wir in Kleingruppen. Alles nötige an Werkzeug, Messgeräten und Arbeitsmaterial wird gestellt. Gerne dürfen eigene Werkzeuge und Messgeräte mitgebracht werden.
Herr Dietze arbeitete u.a. als Entwickler für elektronische Messgeräte und engagiert sich jetzt im Repair Café in Herrenberg.