Politik
Kurse (7)
Loading...
Gegen meinen Willen. Mit KI
Künstliche Intelligenz eröffnet neue Möglichkeiten – fördert aber auch neue Formen von Ge
walt. Mit KI lassen sich in wenigen Klicks täuschend echte Bilder, Videos oder Audiodateien
erstellen, die Menschen Dinge sagen oder tun lassen, die nie passiert sind. Schätzungen zu
folge sind über 90% dieser Deepfakes pornografisch; die meisten von ihnen betreffen Frauen:
Sie werden durch manipulierte Inhalte sexualisiert, diffamiert, eingeschüchtert und öffentlich
bloßgestellt. Das passiert nicht nur prominenten Frauen, sondern häufig kommen die
Täter:innen aus dem Nahbereich: Es kann also alle treffen.
Im Web-Talk spricht Maria Pawelec, Expertin für digitale Ethik, über aktuelle Entwicklungen
rund um Deepfakes und digitale Gewalt gegen Frauen. Gemeinsam beleuchten wir die Her
ausforderungen für Betroffene, die rechtliche Lage sowie Handlungsmöglichkeiten für Politik,
Plattformen und Zivilgesellschaft.
Eine Kooperation der Landeszentrale für politische Bildung, der Volkshochschule Stuttgart, der VHS Herrenberg und des Gleichstellungsbüros der Stadt Herrenberg.
Technik und Gesellschaft: Wie Bürgerbeteiligung Konflikte lösen kann
Politikverdrossenheit, St.-Florian-Prinzip, Besitzstandswahrung und Anspruchsmentalität – diese Schlagworte kennzeichnen die aktuelle Situation hinsichtlich der Akzeptanz neuer Technologien, Infrastrukturvorhaben oder öffentlicher Planungen. Proteste gegen Technologien und technische Einrichtungen sind durch vielfältige Faktoren begründet. Wie lassen sich diese Konflikte und ihre Ursachen beschreiben? Wie lassen sie sich lösen? Und wie kann die Demokratie in diesen Bereichen gestärkt und bürgernah gestaltet werden? Ortwin Renn beschreibt auf der Basis empirischer Daten (insbesondere des TechnikRadars) die grundlegenden Einstellungen der Deutschen zu Technik und wie sich diese wandeln. Welche Technologien werden begrüßt, welche eher mit Skepsis betrachtet? Und was sind die zentralen Anliegen der Bürgerinnen und Bürger?
Im Vortrag wird zudem erörtert, wie man konstruktiv mit Technikkonflikten umgehen kann und wie Interessen, Präferenzen und Werte in die politische Entscheidungsfindung einbezogen werden können. Ortwin Renn zeigt auf, dass Bürgerbeteiligung die Handlungsspielräume der Politik nicht einengt, sondern vielmehr neue Denk- und Möglichkeitsräume schafft.
Ortwin Renn war von 2016 bis 2022 Wissenschaftlicher Direktor am Institut für Transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS), das seit dem 1. Januar 2023 als Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit – Helmholtz-Zentrum Potsdam geführt wird. Bis zu seiner Pensionierung war er darüber hinaus als ordentlicher Professor für Umwelt- und Techniksoziologie an der Universität Stuttgart tätig. Er war zudem als Gastprofessor an der Beijing Normal University (China) und an der Universität Stavanger (Norwegen) tätig. Des Weiteren ist er Co-Leiter des gemeinnützigen Forschungsinstituts Dialogik gGmbH, welches innovative Formen der Wissenschaftskommunikation und Partizipation erforscht und umsetzt.
Ortwin Renn ist unter anderem Präsidiumsmitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) sowie Mitglied der World Academy of Arts and Sciences, der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW). Er ist Mitglied zahlreicher Kommissionen und Gremien zur Politikberatung. Er wurde mit vielen Auszeichnungen geehrt, darunter mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse, Ehrendoktoren der ETH Zürich und der Mid Sweden University sowie einer Ehrenprofessur der Technischen Universität München. Zu den Publikationen von Ortwin Renn gehören über 30 Monografien und editierte Sammelbände sowie mehr als 250 wissenschaftliche Artikel.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt.
Trump und die MAGA-Bewegung
"Gibt es einen Trumpismus ohne Trump?
Wie wird sich die MAGA-Bewegung angesichts der immer eklatanter werdenden Führungsschwäche des alternden Präsidenten weiterentwickeln?
Wie sieht es in der MAGA-Bewegung intern aus?
Der Vortrag zeichnet ein Innenbild der rivalisierenden Strömungen der trumpistischen Szene in den USA im Umfeld der anstehenden Zwischenwahlen und analysiert die Stärkeverhältnisse innerhalb der rechten Szene in den USA."
Michael Hochgeschwender lehrt Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Not am Mann. Die Erfindung toxischer Männlichkeit
Was passiert, wenn eine Gesellschaft aufhört, Männern Geschichten zu erzählen, in denen sie sich wiederfinden können?
In diesem Vortrag analysiert Eva Ladipo, wie Popkultur, Politik und Medien ein Vakuum hinterlassen haben, das rechte Influencer, toxische Männerforen und autoritäre Rollenvorbilder wie Trump oder Musk füllen.
Zwischen Kinoleinwand und Kommentarspalten, zwischen #MeToo und der AfD wird deutlich: Wer über Männlichkeit nicht spricht, überlässt das Feld denen, die sie am liebsten in Machtfantasien und Frauenhass konservieren möchten.
Eva Ladipo studierte Politische Wissenschaften in Cambridge und promovierte über das russische Steuersystem.
Die Journalistin arbeitete als Redakteurin, Ressortleiterin und Korrespondentin bei der FAZ, der Financial Times Deutschland, Vanity Fair, Financial Times und Die Welt.
Sie hat in Russland, Kolumbien und in den USA gearbeitet, bevor sie in Großbritannien gelandet ist. Bei Reclam ist 2026 das Buch „Not am Mann“ erschienen.
Die Frage von Krieg und Frieden im Völkerrecht
Im ersten Teil wird die Grundnorm der seit 1945 geltenden Völkerrechtsordnung, das Verbot der Anwendung militärischer Gewalt in den internationalen Beziehungen, vor ihrem historischen Hintergrund und in ihrem heute maßgeblichen systematischen Zusammenhang entfaltet.
Im zweiten Teil werden die aktuellen politischen Herausforderungen des Völkerrechts der Friedenssicherung und dessen denkbare Zukunftsperspektiven in den Blick genommen.
Im Anschluss besteht die Gelegenheit zur Diskussion.
Claus Kreß ist Professor für Strafrecht und Völkerrecht an der Universität zu Köln.
2019 wurde er zum Richter ad hoc am Internationalen Gerichtshof in Den Haag ernannt.
Seit 2021 ist er Sonderberater des Anklägers des Internationalen Strafgerichtshofs zum Verbrechen der Aggression.
Er ist Mitglied der Leopoldina und Life Member des Clare Hall College der Universität Cambridge.
Gemeinsames und Kurioses unter den Sprachen Europas
Wir machen uns auf eine Rundreise durch die Eurolinguistik, jene Wissenschaft, die nach den Gemeinsamkeiten unter den Sprachen Europas sucht.
Wir durchstreifen die Gebiete Wortschatz, Grammatik, Aussprache, Schreibung und Kommunikationsgepflogenheiten.
Wie drückt sich die europäische Sichtweise im Wortschatz aus? Aus welchen Sprachen haben die Europäer gerne Wörter übernommen?
Welche typischen Grammatik-, Aussprache- und Schreibkonventionen gibt es? Welche Gepflogenheiten gibt es beim Austausch miteinander?
Und: auf welche Kuriositäten stoßen wir?
Joachim Grzega ist einer der führenden Eurolinguisten.
Er leitet an der VHS Donauwörth den Projektbereich “Innovative Europäische Sprachlehre (InES)” und lehrt an der Universität Eichstätt.
Informations-Spaziergang mit dem Bürgermeister
Bürgermeister Hans Michael Burkhardt bietet wieder seinen traditionellen Informationsspaziergang an, wobei dieses Jahr vor Ort u.a. exklusiv informiert wird über:
-fußgängerfreundlicher Umbau Ortsmitte Unterjettingen
-neues vhs-Gebäude
-Erweiterung Gemeinschaftsschule mit Calestenic-Anlage
-seniorengerechtes Wohnen Oberjettingen
-neues Betreuungsgebäude Decker-Hauff-Grundschule,
-Erneuerung Wittumstraße
-Gewerbegebiet-Ankental
-Kreuzung Lehlestr./Nagolder Straße
-Freilufthalle VfL Oberjettingen
Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich.