Natur und Umwelt
Kurse (34)
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Hilfe zur Selbsthilfe bei elektrischen Geräten
Zielgruppe: Personen ohne oder mit geringen Kenntnissen der Elektrotechnik
"Do it yourself" gerät an Grenzen, sobald es den Strom aus der Steckdose betrifft. Man erinnert sich an die quälenden Physikstunden in der Schule: Ohmsches Gesetz, Ampere, Volt, Watt - richtig verstanden wurde das damals nicht. Und gefährlich ist das auch noch. Und warum hat ein Kabel drei und ein anderes nur zwei Adern? Der Kurs soll mit den Basics der Elektrotechnik vertraut machen. Nach einer theoretischen Einführung üben wir mit einfachen Messgeräten und Werkzeugen, die es in jedem Baumarkt gibt, und lernen die wichtigsten Handgriffe. Und vorher befassen wir uns mit den fünf Sicherheitsregeln der Elektrotechnik!
Je nach Teilnehmerzahl arbeiten wir in Kleingruppen. Alles nötige an Werkzeug, Messgeräten und Arbeitsmaterial wird gestellt. Gerne dürfen eigene Werkzeuge und Messgeräte mitgebracht werden.
Herr Dietze arbeitete u.a. als Entwickler für elektronische Messgeräte und engagiert sich jetzt im Repair Café in Herrenberg.
Hilfe zur Selbsthilfe bei elektrischen Geräten
Wir wenden das Wissen aus dem Grundkurs an und versuchen uns an der Reparatur defekter Elektrogeräte. Wir spüren Fehler auf und beheben sie, wenn immer es möglich ist. Zum Beispiel: Abgerissene Kabel, defekte Schalter und Stecker, korrodierte und verbogene Kontakte, Wechsel von Sicherungen, Feststellung von irreparabler Elektronik. Wir arbeiten auch mit dem Lötkolben. Das Wichtigste ist eine sorgfältige Sicherheitsprüfung nach jeder Reparatur!
Elektrogeräte bringt der Dozent mit, sowie alle nötigen Messgeräte und Werkzeuge.
Der Kurs ist auch offen für Personen, die sich - ohne Besuch des Grundkurses - einfache Arbeiten und Reparaturen an elektrischen Betriebsmitteln zutrauen. Sie können sich unter Volt, Ampere, Ohm und Watt etwas vorstellen und kennen die wichtigsten Sicherheitsregeln.
Am Beginn des Aufbaukurses gibt es eine kurze Zusammenfassung des Grundkurses. Messungen und Reparatur an komplexer Elektronik kann der Kurs nicht leisten.
Herr Dietze arbeitete u.a. als Entwickler für elektronische Messgeräte und engagiert sich jetzt im Repair Café in Herrenberg.
Extremwetterereignisse – Ein (un-)lösbares Problem?
Extremwetterereignisse sind längst kein Randthema mehr – sie prägen zunehmend unseren Alltag und stehen im Mittelpunkt öffentlicher Diskussionen. Doch handelt es sich dabei wirklich um ein ausschließlich neues Phänomen unserer Zeit, oder nehmen wir sie heute nur intensiver wahr? Klar ist: Der Klimawandel verändert die Rahmenbedingungen, unter denen Wetter entsteht. Höhere Temperaturen begünstigen beispielsweise nicht nur Hitzeperioden, sondern auch Starkregen und heftige Gewitter. Gerade das Zusammenspiel von Hitze und Feuchtigkeit erklärt, warum diese Ereignisse häufig gemeinsam auftreten.
Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob unsere Gesellschaft ausreichend vorbereitet ist. Stromausfälle, schwere Gewitter oder sogar gezielte Sabotageakte mögen auf den ersten Blick unterschiedliche Szenarien sein – gemeinsam ist jedoch ihre potenzielle Wirkung auf unsere Infrastruktur. Sie können unsere Versorgung abrupt unterbrechen und verdeutlichen, wie abhängig wir von stabilen Systemen sind. Die lange Phase relativer Sicherheit, oft als „Friedensdividende“ bezeichnet, scheint vorbei zu sein. Neue Herausforderungen erfordern ein Umdenken.
In diesem Kontext gewinnt das Thema Resilienz an Bedeutung. Eine wehrhafte Gesellschaft bedeutet nicht nur staatliche Vorsorge, sondern auch individuelle Verantwortung. Dazu gehört beispielsweise, sich Gedanken über persönliche Notfallvorsorge zu machen. Warum sollten wir Vorräte zu Hause anlegen? Nicht aus Panik, sondern als vernünftige Vorbereitung auf mögliche Krisensituationen, in denen Versorgungsketten kurzfristig ausfallen könnten.
Ein weiterer zentraler Aspekt ist der Zugang zu verlässlichen Informationen. Ob Klimawandel, Extremwetter, Vorsorge oder gesellschaftliche Sicherheit – fundiertes Wissen ist die Grundlage für sinnvolle Entscheidungen. Doch wo finden wir vertrauenswürdige Quellen, und wie behalten wir in einer Flut von Nachrichten den Überblick?
Der Kurs setzt genau hier an: Er beleuchtet die Zusammenhänge zwischen Klimawandel und Extremwetter, hinterfragt unsere gesellschaftliche Vorbereitung und gibt praxisnahe Hinweise zur individuellen Vorsorge. Ziel ist es, Orientierung zu schaffen und die eigene Handlungsfähigkeit zu stärken – denn eine resiliente Gesellschaft beginnt bei jedem Einzelnen.
Im Anschluss an die Vorträge besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen.
Stückleglück
Mit der Streuobstwiese durchs Jahr
Entdecke die Streuobstwiese im Wandel der Jahreszeiten und werde Teil einer lebendigen Kulturlandschaft!
Die Streuobstwiesen rund um Herrenberg gehören zu den artenreichsten Lebensräumen unserer Region. Sie prägen unsere Landschaft, bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum und schenken uns Jahr für Jahr eine große Vielfalt an Obst.
Im Jahrespraktikum begleitest Du die Streuobstwiese über ein ganzes Jahr – von der Pflanzung junger Obstbäume über Pflege und Baumschnitt bis hin zu Ernte, Verarbeitung und gemeinsamen Genussmomenten. Dabei wechseln sich Theorie, praktische Arbeit und Exkursionen ab. Erfahrene Expertinnen und Experten vermitteln ihr Wissen praxisnah und mit viel Begeisterung.
Das Jahrespraktikum richtet sich an Familien, junge Erwachsene und alle Naturinteressierten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Während die Erwachsenen praktische Erfahrungen sammeln, entdecken Kinder gemeinsam mit einer Streuobstpädagogin spielerisch die faszinierende Welt der Streuobstwiese.
Das erwartet Dich
• Einführung in das Streuobstpraktikum
• Sortenempfehlung und Pflanzung junger Streuobstbäume
• Ernte und Verarbeitung von Streuobst
• Baumschnitt in Theorie und Praxis
• Wiesenpflege und Verwertung des Schnittguts
• Artenvielfalt auf der Streuobstwiese
• Besuch beim Imker
• Kennenlernen alter und neuer Obstsorten
• Backen im historischen Backhaus
• Gemeinsamer Jahresabschluss
Termine
26. September 2026 | 16:00-19:00 Uhr
Einführungsveranstaltung zum Streuobstpraktikum
Ort: OGV Herrenberg
24. Oktober 2026 | 13:00-17:00 Uhr
Ernte und Verarbeitung
Ort: Streuobstwiese / Mosterei
7. November 2026 | 10:00-12:00 Uhr
Theorie: Sortenempfehlung und Baumpflanzung
Ort: VHS, Raum Altkerstube/303 und Streuobstwiese
12. Dezember 2026 | 16:00-19:00 Uhr
Jahresabschluss mit Verkostung regionaler Streuobstprodukte
Ort: Klosterhof
14.Januar 2027 | 18-20 Uhr: Naturschutz / Rechtliches – Grundlagen (Matthias Treiber)
23. Januar 2027 | 14:00-16:30 Uhr
Theorieblock: Rechtliche Grundlagen, Versicherungen & Berufsgenossenschaft, Pflanzenschutz und Nährstoffe
Ort: Klosterhof
26.Januar 2027 | 18-21 Uhr: Versicherungen, BG, Pflanzenschutz, Nährstoffe (Manfred Nuber)
27. Februar 2027 | 10:00-12:00 Uhr
Theorie Baumschnitt und Bau von Nistkästen
Praxis: Baumschnitt und Verwertung des Schnittguts
Ort: Klosterhof und Streuobstwiese
20. März 2027 | 14:00-18:00 Uhr
Backen im historischen Backhaus
Ort: Backhaus Gültstein
24. April 2027 | 7:00-11:00 Uhr
Vielfalt auf der Streuobstwiese
Ort: Streuobstwiese
5. Juni 2027 | 8:00-12:00 Uhr
Pflege der Wiese unter den Streuobstbäumen
Ort: Streuobstwiese
27. Juni 2027 | 14:00–16:00 Uhr
Vielfalt an Obst, Beeren und neuen Arten
Ort: noch festzulegen
Juli 2027
Gemeinsamer Abschlussabend
Ort: Baumfeld
Witterungs- und erntebedingte Terminänderungen sind möglich.
Anmeldung
Interessierte können sich vorab informieren bei der Einführungsveranstaltung am 26. September. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Das Projekt des Netzwerk Streuobsterlebnis Herrenberg ist gefördert durch das Land Baden-Württemberg, Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat.
Ein kulinarischer Spätsommer-Kräuterspaziergang
Der Sommer ist bald vorüber, jetzt kommt die Zeit der Früchte. Ohne das Zutun von fleißigen Händen leuchten nun die wilden Früchte in ihrer bunten und frohen Farbvielfalt. Aber nicht nur Früchte sind zu finden, die Wildkräuter erleben nun auch einen zweiten Frühling und treiben noch einmal kräftig aus. Das wollen wir mit allen Sinnen erleben, bestimmen und kennen lernen. Ein kulinarischer Herbst-Snack mit einem Altweibertrunk wird den Spaziergang abrunden und dem Gaumen munden.
Bitte mitbringen: einen Trinkbecher. Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung bei der vhs Herrenberg.
Kräuterexkursion
Sie werden Pflanzen entdecken, die unsere Vorfahren schon kannten und wir in unserer „modernen Welt“ wieder gut einsetzen können. Sei es als „Nahrungsergänzungsmittel“ oder für die „Stärkung des Immunsystems“ für den Winter.
Claudia Sandler ist Floristin, Natur- und Wildpflanzenpädagogin
Bitte mitbringen: festes Schuhwerk, wettergerechte Kleidung, evtl. Handy zum Fotografieren.
Treffpunkt: Schlossberg Herrenberg
Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung bei der VHS Herrenberg!
Wildpflanzenspaziergang
Bei einem Spaziergang durch die herbstliche Natur lernen Sie Wildpflanzen in Hecken und auf Wiesen kennen. Die Wildpflanzen gehören zu den Schätzen der Natur, die sich vielfältig nutzen lassen. Neben der Bestimmung der Wildpflanzen erfahren Sie viele Verwendungsmöglichkeiten der Pflanzen in der Küche zum Beispiel als Tee oder als Heilpflanze.
Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung, die Plätze sind begrenzt.
Der Treffpunkt in Herrenberg wird vor der Veranstaltung bekannt gegeben.
Lebensraum Garten: Mit naturnaher Gestaltung die Artenvielfalt fördern
Kräuterspirale, Wildstaudenbeet, Naturteich: mit der passenden Gestaltung können Gärten für uns Menschen attraktiv sein und gleichzeitig zum Lebensraum für Tiere und Pflanzen werden. Denn die Natur wird durch intensive Landwirtschaft oder Infrastruktur immer weiter zurückgedrängt. Gartenbegeisterte können mit einfachen Mitteln viel für die Artenvielfalt tun und dazu beitragen, dass sich Vögel, Schmetterlinge und Wildbienen wohlfühlen. Aniela Arnold, Gartenexpertin beim NABU
Baden-Württemberg, stellt die Grundlagen des naturnahen Gärtnerns vor und gibt Tipps, worauf man bei Pflanzen und Material achten sollte. Der Vortrag ist Teil des Projekts Mensch.Natur – natürlich.zusammen.leben des NABU Baden-Württemberg. Ziel des Projektes ist es, die biologische Vielfalt und Klimaresilienz im Siedlungsraum zu erhalten und zu stärken – in Gärten und Kirchengemeinden, auf öffentlichen Grünflächen und an Gebäuden. Mensch.Natur wird gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie durch das Umweltministerium Baden-Württemberg.
Die Referentin Aniela Arnold ist Garten-Expertin beim NABU-Landesverband Baden-Württemberg und leitet dort
das Projekt „Mensch.Natur – natürlich.zusammen.leben“.
Wie einfach kann ein lebendes System sein?
Die Biologie definiert die Zelle als kleinste Einheit des Lebens. Aber selbst die einfachsten Zellen auf der Erde sind unglaublich komplex, so dass es praktisch unmöglich ist, sie in ihrer Gesamtheit zu verstehen.
Auch haben wir noch immer keine Kenntnis davon, wie die erste Zelle überhaupt entstanden sein könnte.
Aus diesem Grund versuchen wir, wesentliche Prozesse des Lebens aus einfachen biologischen Bausteinen nachzubilden, um eine Vorstellung von den physikalischen und chemischen Bedingungen zu bekommen, die notwendig sind, damit aus einem chemischen System ein biologisches System wird.
Dazu verwenden wir den Ansatz der Synthetischen Biologie, der zelluläre Systeme in einzelne Funktionsmodule zerlegt, die unabhängig voneinander untersucht werden können.
Von besonderem Interesse für uns ist die Funktion der Zellteilung.
Derzeit wird versucht, ein möglichst einfaches molekulares System aufzubauen, das in der Lage ist, sogenannte Membranvesikel, die einfachsten Modelle von Zellhüllen, autonom in zwei Tochterzellen zu teilen. Zu diesem Zweck verwenden wir einige Proteinsysteme aus E. coli-Bakterien.
Petra Schwille studierte Physik und Philosophie und promovierte 1996 an der TU Braunschweig mit einer Dissertation am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen, bei Nobelpreisträger Manfred Eigen. Im Jahr 2002 nahm sie einen Ruf auf eine Professur für Biophysik am neu gegründeten BIOTEC-Zentrum der TU Dresden an. Seit 2012 ist sie Leiterin der Abteilung Zelluläre und Molekulare Biophysik am MPI für Biochemie und Honorarprofessorin für Physik an der LMU München. Sie ist u.a. Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften – acatech.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt.
Photovoltaik auf Mehrfamilienhäusern – ganz ohne Dienstleister
Sie streben für Ihre Wohnungseigentümergemeinschaft oder ihr kleines Mehrfamilienhaus eine PV-Anlage an - scheuen aber die Kosten eines Dienstleisters für bürokratischen Mieterstrom oder die komplexe gemeinschaftliche Gebäudeversorgung?
Dann ist das äußerst profitable, einfache und erprobte Einzählermodell für Sie vermutlich genau richtig. Da kein Dienstleister mitverdient und es bewirbt, ist es leider wenig bekannt.
Der Vortrag füllt diese Informationslücke und erläutert das Einzählermodell im Detail am Beispiel eines Herrenberger Projekts und geht auf alle wichtigen Aspekte für PV-Projekte ein:
• Rechtliche Rahmenbedingungen
• Beschlussfassung in einer WEG
• Finanzierung in einer WEG
• Betreibermodell mit Zählerstruktur
• Abrechnung
Umfangreiche Informationen finden Sie unter www.pv4wegs.de.
Die buergersolar-herrenberg.de/mfh berät Sie gerne ehrenamtlich, unabhängig, kostenlos und individuell.
In Kooperation mit der BürgerSolar-Beratung Herrenberg und der Stabsstelle Klima- und Umweltschutz der Stadt Herrenberg.
Photovoltaik - Strom selbst erzeugen - Grundlagen für Planung und Entscheidung, ob im Ein- oder Mehrfamilienhaus
Welche Flächen (Dach, Wand, Balkon) sind für eine Photovoltaik (PV)-Anlage geeignet? Was kostet eine PV-Anlage und lohnt sich die Anschaffung? Lernen Sie in einem Vortrag der BürgerSolar-Beratung Herrenberg in Kooperation mit der städtischen Stabsstelle Klima- und Umweltschutz die Funktionsweise sowie die Komponenten von PV-Anlagen kennen.
In Kooperation mit der BürgerSolar-Beratung Herrenberg und der Stabsstelle Klima- und Umweltschutz der Stadt Herrenberg.
Photovoltaik - Strom selbst erzeugen - Grundlagen für Planung und Entscheidung, ob im Ein- oder Mehrfamilienhaus
Welche Flächen (Dach, Wand, Balkon) sind für eine Photovoltaik (PV)-Anlage geeignet? Was kostet eine PV-Anlage und lohnt sich die
Anschaffung?
Lernen Sie in einem Vortrag der BürgerSolar-Beratung Herrenberg in Kooperation mit der städtischen Stabsstelle Klima- und Umweltschutz die Funktionsweise sowie die Komponenten von PV-Anlagen kennen.
In Kooperation mit der BürgerSolar-Beratung Herrenberg und der Stabsstelle Klima- und Umweltschutz der Stadt Herrenberg
Solarspaziergang
Es erwartet Sie ein spannender Spaziergang durch das Solardorf Oberndorf, bei dem Sie mehr als 30 verschiedene Projekte rund um die Themen Solarthermie, Photovoltaik, Heizen mit Sonne & Holz, Wärmepumpe und Wärmerückgewinnung besichtigen.
Sie erhalten dabei Informationen zu Technik, Planung, Montage und aktuellen Förderprogrammen.
Mehr Informationen zu Terminen und Treffpunkt finden Sie unter solarspaziergang.de
Experimente mit Farben
In diesem Kurs geht es bunt zu. So mischen wir z.B. Farben auf unterschiedliche Art und Weise, entdecken neue Farbtöne und kommen ganz nebenbei so manchem Farbgeheimnis auf die Spur.
Bitte unempfindliche Kleidung anziehen.
In Kooperation mit der Familienbildungsstätte.
Anmeldung nur über die Familienbildungsstätte: www.fbs-herrenberg.de
Experimente mit Bewegung
Wie viel Platz braucht eigentlich Luft? Kann Luft auch unter Wasser sein? Und wie stark ist Luft überhaupt? Mit spannenden Experimenten probieren wir aus was Luft alles kann und bauen uns auch einen kleinen Fallschirm zum Mitnehmen.
Bitte unempfindliche Kleidung anziehen.
In Kooperation mit der Familienbildungsstätte.
Anmeldung nur über die Familienbildungsstätte: www.fbs-herrenberg.de
Jeder Fund zählt – Amphibien und Reptilien in Baden-Württemberg gemeinsam erfassen
Seit April 2014 koordinieren das Staatliche Museum für Naturkunde Stuttgart und die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) gemeinsam die „Landesweite Artenkartierung – Amphibien und Reptilien“ in Baden-Württemberg, unterstützt von Naturschutzverbänden und zahlreichen ehrenamtlichen Kartiererinnen und Kartierern. Ziel des Projekts ist die systematische Erfassung der Verbreitung von Amphibien- und Reptilienarten in einem landesweiten 5 × 5 km-Raster. Im Fokus stehen insbesondere Arten der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, für die regelmäßig Daten zum Erhaltungszustand an die Europäische Union berichtet werden müssen; seit 2025 werden zusätzlich Begleitarten systematisch berücksichtigt. Alle Beobachtungen werden über ein Online-Portal gemeldet und bilden eine wichtige Grundlage für Naturschutz, Planung und Biodiversitätsforschung in Baden-Württemberg.
Nadine Hammerschmidt studierte Biologie an der Uni Hohenheim, danach freie Mitarbeit bei Gutachterbüros, Diplomarbeit über Mauereidechsen bei Büro Lauffer in Offenburg, Volontariat am SMNS-Herpetologie, seit 2014 LAK Projektkoordinatorin am SMNS.
Beatrice Kämpf studierte Master Biodiversität und Umweltbildung an der Pädagogischen Hochschule in Karlsruhe, Forschungsprojekt Neotene Teichmolche. Weiterhin studentische Mitarbeit bei Gutachterbüros. Seit August 2023 bei der LUBW im Sachgebiet 25.1 Artenschutz – zuständig für LAK Amphibien und Reptilien, Libellen und Invasive Arten.
Die Teilnehmenden benötigen einen PC, Laptop oder ein mobiles Endgerät mit einem Internetanschluss. Die Zuhörer*innen sind in der Veranstaltung nicht sichtbar und hörbar. Fragen und Diskussionsbeiträge können über ein Fragetool gestellt werden. Die Teilnehm- enden machen von zu Hause aus mit und sind dennoch beim Lernen und Diskutieren dabei.
Digitale Artensammlung in Baden-Württemberg
Seit 2013 besteht die Möglichkeit, Beobachtungen von Tieren aus Baden-Württemberg einfach und unkompliziert über die „Meldeplattformen“ der Naturschutzverwaltung zu übermitteln und somit einen wertvollen Beitrag zur Naturforschung und zum Naturschutz zu leisten. Für welche Arten welcher Datenschatz über die Jahre aufgebaut wurde und welche technischen Entwicklungen und Funktionen hierfür zur Verfügung stehen, wird vorgestellt.
Petra Groß: Die Biologin ist seit 2012 bei der LUBW tätig und beschäftigt sich u.a. mit den Schwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit im Referat Artenschutz, Landschaftsplanung. Die fachliche Betreuung der Meldeplattformen ist dabei ein Bestandteil ihrer Tätigkeit.
Iris Leichtweiß: Als Diplom-Kauffrau mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik ist Frau Leichtweiß nach verschiedenen Stationen in der Softwareindustrie seit 2021 als Projektleiterin in der LUBW Umweltinformatik tätig und steuert Projekte zu Umweltportalen und der Meine Umwelt App, bei beiden Auftritten ist die Artenmeldeplattform integraler Bestandteil.
Die Teilnehmenden benötigen einen PC, Laptop oder ein mobiles Endgerät mit einem Internetanschluss. Die Zuhörer*innen sind in der Veranstaltung nicht sichtbar und hörbar. Fragen und Diskussionsbeiträge können über ein Fragetool gestellt werden. Die Teilnehm- enden machen von zu Hause aus mit und sind dennoch beim Lernen und Diskutieren dabei.
Citizen Scientists im Mittelpunkt der Erforschung von Tapinoma magnum
Wie gelangte eine mediterrane Ameisenart in die Gärten Baden-Württembergs? Die Große Drüsenameise wurde wahrscheinlich in der Erde von Topfpflanzen importiert und ist mittlerweile weit verbreitet, möglicherweise begünstigt durch ein wärmeres und trockeneres Klima. Mit ihren riesigen Superkolonien kann sie die Biodiversität und menschliche Infrastrukturen beeinträchtigen. Im Tapinoma-Forschungsprojekt überprüfen wir diese Hypothesen durch eine Zusammenarbeit zwischen Bürger*innen, Wissenschaftler*innen und Pädagog*innen. Ein Beispiel, wie Citizen Science dazu beiträgt, drängende Umweltprobleme zu verstehen.
Amelie Höcherl hat Biologie an der Ludwigs-Maximilians-Universität in München studiert und im Anschluss eine Doktorarbeit über parasitoide Wespen begonnen. In dieser Zeit hatte sie erste Berührungspunkte mit Citizen Scientists, die in meiner Forschung eine wichtige Rolle spielen. Seit 2023 arbeitet sie am Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart, unter anderem im Tapinoma-Projekt, vor allem in der Kommunikation, Pressearbeit und in den Citizen Science-Projekten.
Die Teilnehmenden benötigen einen PC, Laptop oder ein mobiles Endgerät mit einem Internetanschluss. Die Zuhörer*innen sind in der Veranstaltung nicht sichtbar und hörbar. Fragen und Diskussionsbeiträge können über ein Fragetool gestellt werden. Die Teilnehm- enden machen von zu Hause aus mit und sind dennoch beim Lernen und Diskutieren dabei.
Flora incognita – mehr als Pflanzenbestimmung
Mit Flora Incognita können mehr als 30.000 Pflanzen- und Pilzarten automatisch bestimmt werden - kostenlos und werbefrei. Aber die App kann noch mehr! In diesem Vortrag erfahren Sie, wie die App funktioniert, lernen Tipps und Tricks für eine genauere Bestimmung und bekommen Einblicke in die Forschungsarbeiten, die für die Entwicklung der App nötig waren und lernen welche wissenschaftlichen Fragestellungen, dank der Beobachtungsdaten von uns nun beantwortet werden können.
Dr. Michael Rzanny erlangte sein Diplom in Biologie an der Friedrich Schiller-Universität Jena (Botanik und Ökologie), er arbeitete 2012 Forschungsprojekt zur Biodiversität in Tiefland-Buchenwäldern TU Dresden. 2014 folgte die Promotion an der FSU Jena, seit 2014 ist er Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Biogeochemie in der Forschungsgruppe „Biodiversität, Ökosysteme und Gesellschaft“ unter der Leitung von Dr. Jana Wäldchen.
Revolution Raumfahrt: Wie Satelliten und moderne Technologien unsere Zukunft gestalten
Die Raumfahrt befindet sich inmitten einer revolutionären Entwicklung, die unser tägliches Leben tiefgreifend beeinflusst. Prof. Dr. Heinz Voggenreiter wird in seinem Vortrag unter dem Titel "Revolution Raumfahrt: Wie Satelliten und moderne Technologien unsere Zukunft gestalten" einen umfassenden Einblick in diese spannenden Veränderungen geben.
Satelliten übernehmen immer mehr Aufgaben in der Erdbeobachtung und der Kommunikation. Sie spielen eine zentrale Rolle bei der Messung der CO2-Entwicklung, der Temperaturverteilung in den Meeren und auf der Erdoberfläche sowie bei der Beobachtung des Abschmelzens von Polkappen und Gletschern. Darüber hinaus ermöglichen sie die Analyse der Feuchte in den Böden und die Beobachtung der Entwicklung von Vegetationszonen, mit besonderem Augenmerk auf den Zustand der Wälder. Auch die Verteilung des Plastikmülls in den Weltmeeren wird durch Satelliten überwacht. Diese Daten sind von unschätzbarem Wert für die Unterstützung von Einsatzkräften bei Umweltkatastrophen und für die Suche nach Rohstoffen.
Ein weiterer Aspekt ist der Wandel in der Raumfahrttechnik. Während früher wenige große Satelliten in den Orbit geschickt wurden, erleben wir heute eine Entwicklung hin zu tausenden kleinen und kostengünstigen Satelliten. Diese Veränderung führt auch zu einer neuen Generation von Trägerraketen: Statt teurer Wegwerfraketen kommen zunehmend wiederverwendbare Raketen zum Einsatz. Dadurch sind die Kosten für den Transport in den Weltraum dramatisch gesunken – von 50.000 Dollar pro Kilogramm auf nur noch 1.500 Dollar. Mit dieser technologischen Revolution gehen jedoch auch neue Herausforderungen einher. Eine der größten Aufgaben der Zukunft wird es sein, ausgediente Raumfahrzeuge sicher aus dem All zurückzuholen und die zunehmende Gefahr durch Weltraummüll zu minimieren. Die Raumfahrt entwickelt sich immer mehr zu einer grundlegenden Infrastruktur, die unser tägliches Leben unterstützt – von der Bereitstellung von GPS-Diensten bis hin zur globalen Umweltüberwachung. Diese Entwicklungen markieren eine wahre Revolution, sowohl im All als auch auf der Erde.
Prof. Dr. Heinz Voggenreiter wird in seinem Vortrag aufzeigen, wie diese Transformationen die Raumfahrt zu einem integralen Bestandteil unseres Alltags machen und welche weitreichenden Auswirkungen dies auf unsere Gesellschaft haben wird. Es erwartet Sie ein faszinierender Ausblick auf die Zukunft, den Sie nicht verpassen sollten.